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Die Melodie gehört zu einer Familie von Kanons, die weit älter ist als der deutsche Text. In der Recherche führt die Spur nach England, zu Rundgesängen der Frühen Neuzeit. Es ist also eine dieser Melodien, die schon unterwegs waren, bevor jemand glaubte, sie gehörten einem bestimmten Schulbuch. ↩
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Die Protestfassung “Wehrt euch, leistet Widerstand” wurde besonders mit der westdeutschen Anti-Atomkraft-Bewegung der 1970er Jahre verbunden, unter anderem im Umfeld von Wyhl, Brokdorf, Grohnde und Gorleben. Wie bei vielen Demonstrationsliedern ist die genaue Urheberschaft schwer zu greifen. Das passt leider gut zu Liedern, die plötzlich allen gehören. ↩
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Die Melodie blieb auch nach der Anti-Atomkraft- und Friedensbewegung politisch verwendbar. Aus dem Atomkraftwerk konnten andere Bedrohungen werden: Raketen, Rassismus, Faschismus, Milliardengräber. Der Kanon ist dabei weniger wählerisch als die Geschichte, was nicht unbedingt ein Trost ist. ↩
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Der deutsche Erntetext “Hejo, spann den Wagen an” ist quellenkritisch nicht so alt, wie er oft wirkt. Sichere Belege führen in die späten 1930er Jahre, unter anderem in Liederbücher aus dem Umfeld von Reichsarbeitsdienst, Arbeitsmaiden und Frauengruppen. Daraus folgt nicht, dass jede spätere Verwendung verdächtig wäre. Aber es folgt, dass Harmlosigkeit hier kein Naturzustand ist. ↩
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Die Ernteszene erzählt nicht vom Säen, nicht vom Wachsen und auch nicht vom Fest nach getaner Arbeit. Sie setzt genau in dem Moment ein, in dem das Gewachsene noch verloren gehen kann. Die Garben sind gebunden, aber noch nicht geborgen. Ein Lied über Sicherung also. Das klingt weniger romantisch, ist aber vermutlich wahrer. ↩
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Die englische Fassung “Hey ho, nobody home” ist mit der Tradition der Catches und Heischelieder verbunden. Der Text handelt von Mangel: kein Fleisch, kein Getränk, kein Geld. Der Gesang ist hier nicht Dekoration, sondern Bitte. Oder, weniger freundlich gesagt: eine musikalisch anständige Art, Hunger mitzuteilen. ↩
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“Rose, Rose” gilt als spätere, geglättete englische Variante derselben Melodiefamilie. Wo vorher Mangel, Trinken, Geld und soziale Bedürftigkeit hörbar waren, erscheint nun eine bürgerlichere, sauberere Szene. Kulturgeschichte hat gelegentlich die Angewohnheit, erst aufzuräumen und dann zu behaupten, es sei immer so ordentlich gewesen. ↩
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“Vent frais, vent du matin” ist die französische Variante, in der der Wind nicht als Bedrohung erscheint, sondern als frische, fast heitere Naturerfahrung. Im Deutschen treibt der Wind Regen über das Land. Im Französischen weht er durch große Kiefern. Man muss Nationen nicht aus Liedern erklären. Aber manchmal drängen sie sich ein wenig auf. ↩
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Ein Quodlibet verbindet verschiedene Melodien oder Texte, die gleichzeitig gesungen werden können. Bei dieser Melodiefamilie liegt das nahe, weil mehrere Fassungen strukturell verwandt sind. Im Wald ist das natürlich etwas riskanter, weil Krähen selten auf Einsatzzeichen achten. ↩
Die Gießkanne mit Weltanschluss

Dachsbert hatte eine Bewässerungssteuerung bestellt. Sie lag auf dem Gartentisch, zwischen einer halbleeren Tasse Kaffee, drei Tonscherben und einem Schraubendreher, der aussah, als habe er schon bessere Tage gesehen.
“Kostenlos”, sagte Dachsbert.
Faulmann nickte vorsichtig. Bei Dingen, die kostenlos waren, nickte er mittlerweile vorsichtig. Es war eine neue Gewohnheit. Kostenlos war selten ein Preis. Meistens war es nur eine noch nicht ausgesprochene Form von erwartbaren Kopfschmerzen.
Seit der Sache mit dem gehackten Chatbot war Faulmann in dieser Frage empfindlich geworden. Nicht klüger. Nur langsamer im Nicken.
“Natürlich kostenlos”, sagte Dachsbert.
“Natürlich”, sagte Faulmann.
Die Kiste war klein, weiß und glatt. Sie hatte keine sichtbare Meinung. Das machte sie verdächtig. Auf der Packung stand etwas von intelligenter Gartenpflege, präziser Feuchtigkeitssteuerung und nachhaltiger Ressourcennutzung. Dachsbert hatte die Anleitung gelesen. Das war bei ihm nie ein gutes Zeichen. Dachsbert las Anleitungen nicht, um Dinge zu verstehen. Er las sie, um herauszufinden, an welcher Stelle sie anfing, ihn zu beleidigen.
“Sie braucht Internet”, sagte er.
“Die Bewässerung?”
“Ja.”
“Für Wetterdaten?”
“Auch.”
Faulmann sah zum Beet. Die Tomaten standen dort mit der stillen Würde von Pflanzen, die schon viel über Menschen wussten und wenig davon für hilfreich hielten.
“Und wofür noch?”
Dachsbert legte die Anleitung auf den Tisch.
“Sie muss mit einem Sprachmodell sprechen.”
Faulmann schwieg. Im Garten war es sehr still. Eine Amsel landete auf dem Zaun, sah die Kiste an und flog wieder weg. Man konnte es ihr nicht verübeln.
“Die Kiste”, sagte Dachsbert, “fragt also irgendwo im Internet nach, ob die Petersilie Durst hat.”
“Vielleicht formuliert sie es höflicher.”
“Das macht es nicht besser.”
Faulmann nahm die Anleitung und las ein paar Zeilen. Die Wörter waren alle freundlich. Das war das Problem. Sie standen da wie Menschen auf einer Messe, die einem erklärten, dass ein Abo eigentlich eine Beziehung sei.
“Und was stört dich daran?”, fragte Faulmann.
Dachsbert sah ihn an.
“Der Garten”, sagte er, “ist hier.”
Das war schwer zu widerlegen.
Später saß Dachsbert in der Laube und befragte die andere Kiste. Die andere Kiste war der kleine graue Rechner, auf dem er inzwischen alles fragte, was früher in den Zuständigkeitsbereich von Nachbarn, Bibliotheken oder unklugen Selbstversuchen gefallen war.
“Kann man das auch lokal machen?”, fragte er.
Die Kiste antwortete lange. Dachsbert las mit wachsender Verärgerung.
“Sie sagt, ich brauche eine gute Grafikkarte.”
“Für die Petersilie?”
“Für die Entscheidung über die Petersilie.”
“Das ist etwas anderes”, sagte Faulmann.
“Nein”, sagte Dachsbert.
Die Kiste empfahl außerdem Arbeitsspeicher, ein Modell, ein paar Installationsschritte, ein Repository, zwei Konfigurationsdateien und eine Haltung gegenüber Fehlermeldungen, die Dachsbert nicht besaß.
“Ich habe doch keinen Rechner für so etwas”, sagte Dachsbert.
Faulmann sagte nichts. Das war sein Fehler.
Am nächsten Nachmittag bemerkte Faulmann, dass sein Flugsimulator-Rechner nicht mehr unter dem Schreibtisch stand. Er bemerkte es nicht sofort. Zuerst bemerkte er nur eine ungewohnte Leere. Dann ein Kabel, das nirgendwohin führte. Dann den Staubumriss auf dem Boden. Es ist erstaunlich, wie vorwurfsvoll Staub sein kann, wenn etwas fehlt.
Im Garten stand der Rechner auf zwei Ziegelsteinen neben der Regentonne. Dachsbert hatte ihn mit der Bewässerungssteuerung verbunden. Außerdem mit einem alten Monitor, einer Mehrfachsteckdose, einem Netzwerkkabel, drei Adaptern und einem Gerät, dessen Zweck Faulmann nicht kannte, das aber sehr beschäftigt blinkte.
Faulmann blieb stehen.
“Du hast meinen Flugsimulator-Rechner ausgeborgt”, sagte er.
“Nur vorübergehend.”
“Er steht neben der Regentonne.”
“Der Standort ist thermisch günstig.”
Faulmann betrachtete die Anlage. Auf dem Monitor standen Zeilen, die so aussahen, als hätten sie im Prinzip eine Bedeutung, aber keine Lust, sie jetzt zu zeigen.
“Und läuft es?”
Dachsbert kratzte sich am Kopf.
“Im Prinzip ja.”
“Im Prinzip?”
“Die Kiste hat gesagt, welche Dateien ich ändern soll.”
“Welche Kiste?”
“Die andere.”
Faulmann sah von dem Rechner zur Laube, von der Laube zur Bewässerungssteuerung und dann zu Dachsbert.
“Du hast also eine künstliche Intelligenz gefragt, wie du eine künstliche Intelligenz lokal einrichtest, damit eine Bewässerungssteuerung keine künstliche Intelligenz im Internet fragen muss.”
Dachsbert nickte.
“So grob.”
“Und?”
“Es gab Abhängigkeiten.”
“Das ist bei künstlicher Intelligenz wohl üblich.”
“Nein”, sagte Dachsbert. “Ich meine echte Abhängigkeiten. Pakete.”
Faulmann nickte. Das war offenbar schlimmer.
Dann fiel Faulmann etwas auf.
“Er ist gar nicht an.”
Dachsbert nickte.
“Nein.”
“Mein Flugsimulator-Rechner steht neben der Regentonne, ist mit einer Bewässerungssteuerung verbunden und ist gar nicht an.”
“Das ist richtig.”
“Warum?”
Dachsbert kratzte sich wieder am Kopf. Dort musste inzwischen einiges jucken.
“Mir ist eingefallen, dass es nur um Bewässerung geht.”
“Das war vorher auch schon der Fall.”
“Ja”, sagte Dachsbert. “Aber es war nicht in der richtigen Größe.”
“Die Bewässerung?”
“Das Modell.”
Faulmann sah den Rechner an. Es war ein sehr großer Rechner für eine Entscheidung, die am Ende offenbar ohne ihn getroffen wurde.
“Du nennst das klein?”, fragte Faulmann.
Dachsbert sah kurz zum Gehäuse.
“Verglichen womit?”
“Mit einem normalen Rechner.”
“Ach so”, sagte Dachsbert. “Ja. Nein.”
“Nein?”
“Für dich ist er groß. Für die Sache ist er klein.”
“Die Sache?”
“Das, womit die großen Modelle gemacht werden.”
Faulmann betrachtete seinen Flugsimulator-Rechner. Er hatte ihn bisher für ein beachtliches Stück Technik gehalten. Nun stand er neben der Regentonne und war offenbar gleichzeitig zu groß für den Garten und zu klein für die Welt.
“Es sieht aus, als würde mein Rechner gleich Möhren kontrollieren.”
“Radieschen”, sagte Dachsbert.
Auf dem Monitor standen weiter Zeilen. Das machte es nicht klarer. Nur fleißiger.
Dachsbert erklärte, dass Modelle groß sein konnten, aber nicht mussten. Dass manche Modelle kleiner waren als andere Modelle, die ohnehin schon kleiner waren als die großen Modelle, von denen alle redeten, als seien sie Bergwerke mit höflicher Stimme. Dass man für die Frage, ob ein Beet gegossen werden sollte, nicht unbedingt die gesammelte Weltliteratur, acht Programmiersprachen und eine Vorstellung von Vertragsrecht in mehreren Jurisdiktionen brauchte.
“Es reicht, wenn es merkt, dass die Erde trocken ist”, sagte Dachsbert.
“Das hätte auch ich gekonnt.”
“Du bist aber nicht per API erreichbar.”
“Das stimmt.”
“Außerdem bist du manchmal unterwegs.”
Faulmann dachte an seine Flugsimulatorflüge, bei denen er in schlechtem Wetter über virtuelle Alpen geflogen war, während im wirklichen Garten die Bohnen etwas näher am existenziellen Rand standen, als Bohnen das vermutlich mochten.
Mummrich tauchte aus dem hinteren Beet auf. Er hatte Erde an der Weste und hielt ein Stück Kabel in der Hand, als habe er es dort unten gefunden, wo Kabel vermutlich auf natürliche Weise wachsen.
“Ich habe etwas Leitung”, sagte er.
Dachsbert nahm sie mit großer Selbstverständlichkeit entgegen.
“Woher?”
“Unter der alten Johannisbeere.”
“Da liegt Internet?”
“Da lag etwas”, sagte Mummrich. “Ich würde es nicht gleich Internet nennen. Es war eher ein Versprechen.”
Faulmann sagte nichts. Im Garten wurden Dinge möglich, für die es in Mietverträgen keine Worte gab.
Dachsbert schloss die Leitung an. Die kleine weiße Steuerung blinkte. Erst vorsichtig. Dann selbstbewusster. Dann in einem Rhythmus, der vermutlich laut Bedienungsanleitung “bereit” bedeutete, aber genauso gut “ich habe eure Schwächen verstanden” heißen konnte.
“Und jetzt?”, fragte Faulmann.
“Jetzt fragt sie ein kleineres Modell im Internet.”
“Du wolltest doch gerade nicht, dass sie das Internet benutzt.”
“Ja”, sagte Dachsbert. “Aber jetzt benutzt sie es weniger dumm.”
Faulmann ließ diesen Satz eine Weile im Garten stehen. Er war nicht falsch. Das machte ihn nicht angenehmer.
“Billiger”, sagte Dachsbert.
“Schneller”, sagte Mummrich.
“Und der Garten ist gut bewässert”, sagte Dachsbert.
Die Steuerung klickte. Ein dünner Wasserstrahl begann neben den Tomaten zu laufen. Nicht viel. Gerade genug, dass die Erde dunkler wurde.
Faulmann betrachtete die Tomaten. Sie sahen nicht beeindruckt aus. Pflanzen haben dafür keinen guten Gesichtsausdruck. Vielleicht ist das ihr größter Vorteil.
“Ich bin beeindruckt”, sagte Faulmann.
Dachsbert nickte, als habe er damit gerechnet, aber nicht darauf bestanden. Eine Weile hörten sie dem Wasser zu. Es war ein kleines Geräusch. Fast nichts. Die Art Geräusch, die man erst bemerkt, wenn die großen Geräte aufgehört haben, etwas zu wollen.
Dann sagte Dachsbert: “Das eigentlich Lustige ist ja, dass ich wahrscheinlich auch einfach hätte warten können.”
Faulmann sah zu ihm.
“Warten?”
“Bis es sich rechnet.”
“Das Gießen?”
“Nein. Der ganze Unsinn darum herum.”
Mummrich hob den Kopf. Dachsbert legte die Gießkanne ab und dachte kurz nach. Das tat er selten sichtbar. Meistens geschah es bei ihm unter der Oberfläche, wie bei Wurzeln oder alten Kabeln.
“Das Modell wird ja nicht kleiner”, sagte er. “Also nicht dieses Modell. Das bleibt, wie es ist. Aber die neuen Modelle werden dauernd größer. Und sobald die groß genug sind, sieht das, was gestern noch groß war, plötzlich klein aus.”
“Relative Kleinheit”, sagte Mummrich.
“Genau”, sagte Dachsbert. “Faulmanns Flugsimulator-Rechner ist ja auch schon klein.”
Faulmann sah zur Bewässerungssteuerung. Er ahnte, dass er das noch eine Weile hören würde.
“Der Garten muss also warten, bis die Rechenzentren seine Petersilie ökonomisch eingeholt haben.”
“So ungefähr”, sagte Dachsbert.
“Ein positiver Business Case für Schnittlauch.”
“Man muss mit der Zeit gehen.”
“Offenbar”, sagte Faulmann.
Das Wasser lief weiter. Die alte Gießkanne stand daneben und sagte nichts. Das war ihr gutes Recht. Sie war die einzige im Garten, die nie behauptet hatte, intelligent zu sein.
Dachsbert nahm sie schließlich doch in die Hand.
“Außerdem”, sagte er, “brauche ich gar keine Bewässerungssteuerung.”
“Nein?”
“Ich gieße ja von Hand.”
Er stand auf, ging zum Beet und goss die Tomaten.
Die Steuerung klickte beleidigt. Oder vielleicht klang sie nur so. Faulmann war sich nicht sicher. Bei neuen Geräten war das schwer zu unterscheiden.
Faulmann und der Wagen unter Wetterdruck

Captain Faulmann kam aus der Stadt zurück, als der Nachmittag schon etwas ausgefranst war.
Sein Fahrrad knirschte über den schmalen Weg zum Waldtisch. Im Flaschenhalter hing eine halb leere Wasserflasche. Auf ihr klebte noch ein Rest Papier. Irgendetwas mit Demokratie. Man konnte es nicht mehr ganz lesen, was vermutlich kein gutes Zeichen war, aber auch kein völlig überaschendes.
Faulmann stellte das Rad an die Buche, nahm die Mütze ab und pfiff.
Nur die Melodie. Keinen Text. Eine alte, dunkle kleine Linie, die man sofort kannte, ohne gleich zu wissen, woher. Sie kam in Bögen, kehrte zurück, ließ Platz für andere Stimmen.1
Dachsbert fuhr hoch.
“Wehrt euch, leistet Widerstand!”, sang er, erstaunlich inbrünstig für jemanden, der kurz zuvor noch so ausgesehen hatte, als sortiere er bloß Zettel.
Die Krähen auf der Fichte schwiegen erschrocken. Das taten sie selten. Es war ihnen unangenehm.
Dachsbert sang nicht schön, aber mit einer Überzeugung, die Schönheit in diesem Moment auch etwas kleinlich wirken ließ. Er setzte noch einmal an, stärker, als stünde hinter dem Waldtisch ein Bauzaun, ein Wasserwerfer oder wenigstens ein sehr selbstzufriedener Pressesprecher.2
Faulmann sah ihn an.
“Das kam schnell.”
“Das sitzt noch”, sagte Dachsbert und räusperte sich. “Manche Dinge vergisst der Körper nicht. Sitzblockaden. Kalte Füße. Vollkornbrot von politisch zuverlässiger, aber kulinarisch schwieriger Herkunft.”
Liora legte den Kopf schräg.
“Das wundert mich jetzt gar nicht.”
“Was genau?”
“Alles daran.”
Dachsbert nahm das als Anerkennung. Oder als etwas, das nahe genug daran lag.
“Wyhl”, sagte er dann. “Brokdorf. Später die Friedensbewegung. Irgendwann sang man diese Melodie, und plötzlich war ein neuer Text da. Niemand hatte ihn beschlossen. Kein Antrag, keine Tagesordnung, kein Ausschuss für gemeinschaftliches Singen. Einer fing an, dann mehrere, dann alle.”
Er sah auf den Tisch, als läge dort noch die nasse Wiese von damals.
“Das war das Merkwürdige. Eine Melodie, die alle aus der Schule kannten, stand plötzlich am Bauzaun.”
“Heute habe ich einen anderen Text gehört”, sagte Faulmann.
Dachsbert sah auf.
“Wieder Protest?”
“Ja. Gegen Faschismus. Dieselbe Melodie. Andere Bedrohung. Andere Plakate. Ähnliche Gesichter, nur mit besseren Regenjacken.”3
“Die Melodie hat Ausdauer”, sagte Dachsbert.
“Mehr als manche politische Bildung”, sagte Liora.
Mummrich, der neben dem Tisch aus einem Maulwurfshügel ragte und dadurch wieder wirkte, als habe ihn jemand halb in eine Fußnote gesteckt, öffnete sein Notizbuch.
“Man sollte allerdings vorsichtig sein”, sagte er. “Der deutsche Text mit Wagen, Regen und goldenen Garben hat nicht gerade demokratische Wurzeln.”
Dachsbert seufzte.
“Ich ahnte, dass der Nachmittag noch schwierig wird.”
“Nur präzise”, sagte Mummrich. “Schwierig ist eine Nebenwirkung.”
Er rückte seine Brille zurecht.
“Die Melodie ist viel älter als der deutsche Erntetext. Aber dieser Text - Wagen anspannen, Regen, Garben holen - wird, soweit man ihn greifen kann, erst spät sichtbar. Ende der dreißiger Jahre. Arbeitsdienst, Arbeitsmaiden, Frauengruppen. Kein unbelasteter Acker.”4
Faulmann sah auf die Tischplatte.
“Also hat das Lied Gepäck.”
“Mit Wagen”, sagte Liora.
Mummrich nickte ernst.
“Und genau deshalb ist es interessant. Die Szene wirkt harmlos: Ernte, Wetter, Land. Aber eigentlich ist sie ein Kommando. Etwas ist gewachsen, aber noch nicht sicher. Der Wind treibt Regen heran. Jetzt muss gehandelt werden.”
Dachsbert murmelte den alten Erntetext an. Nur ein Stück. Genug, um den Wagen zu hören. Nicht genug, um so zu tun, als sei alles einfach.
“Das ist kein Idyll”, sagte Liora. “Das ist Logistik unter Wetterdruck.”5
“Ein sehr deutsches Genre”, sagte Dachsbert.
Faulmann lächelte schwach.
“Vielleicht deshalb die Beliebtheit.”
Liora hatte einen kleinen Zweig vom Tisch genommen und drehte ihn zwischen den Fingern. Nun legte sie ihn wieder hin.
“Und wenn man weiter zurückgeht”, sagte sie, “wird es nicht harmloser. Eher hungriger.”
“Hungriger?”, fragte Dachsbert.
“Die englische Fassung. ‘Hey ho, nobody home’. Frühe Neuzeit. Kanontradition. Da geht es nicht um Garben, sondern um Mangel. Kein Fleisch, kein Getränk, kein Geld. Ein Lied, das an Türen klopft.”6
Faulmann schwieg kurz.
“Also stand am Anfang nicht die Ernte.”
“Am Anfang stand ein leerer Topf”, sagte Liora.
Das blieb auf dem Waldtisch liegen.
Mummrich nickte anerkennend.
“Eine knappe, aber tragfähige Zusammenfassung.”
“Ich bemühe mich.”
“Erfolgreich.”
Dachsbert kratzte mit einer Kralle über das Holz.
“Das macht die Garben nicht weniger politisch.”
“Nein”, sagte Liora. “Eher mehr. Die deutsche Fassung verschiebt den Hunger nur. Nicht: Wir haben nichts. Sondern: Wir könnten etwas haben, wenn wir es rechtzeitig retten.”
Faulmann sah zum Himmel. Es war kein Regen zu sehen. Aber das bedeutete im Wald bekanntlich wenig.
“Und dann wurde aus dem Hunger noch eine Rose”, sagte Liora.
Dachsbert blinzelte.
“Wie bitte?”
“‘Rose, Rose’”, sagte sie. “Eine geglättete englische Variante. Plötzlich ist der leere Topf verschwunden, und es bleibt eine saubere kleine Melodie über Rose, Heirat und bürgerliche Harmlosigkeit.”7
“Ich misstraue allem, was zu sauber aus der Kulturgeschichte kommt”, sagte Dachsbert.
“Das ist einer deiner vernünftigeren Grundsätze”, sagte Liora.
“Also”, sagte Faulmann langsam, “erst Hunger. Dann Rose. Dann Garben. Dann Arbeitsdienst. Dann Schule. Dann Protest.”
“Und zwischendurch vermutlich viele Leute, die dachten, es sei einfach nur ein Lied”, sagte Mummrich.
“Das sind oft die gefährlichsten Lieder”, sagte Dachsbert. “Die einfachen.”
Faulmann pfiff die Melodie wieder an. Diesmal wurde sie nach einigen Takten heller, luftiger, fast französisch.
“Vent frais”, sagte er.
Liora lächelte sofort.
“Vent du matin.”
“Da ist derselbe Wind plötzlich freundlich”, sagte Faulmann. “Kühler Wind, Morgenwind, große Kiefern. Kein Regen, keine Garben, kein Wagen. Man geht hinaus und findet die Welt kurz vor dem Frühstück erfreulich.”
“Französisch kann selbst Zugluft besser anziehen”, sagte Dachsbert.
“Im Französischen ist der Wind Einladung”, sagte Liora. “Im Deutschen ist er Warnung. Im Englischen klopft jemand hungrig an. In der Rose-Fassung wird alles geglättet. Und im Protest wird daraus ein Ruf, zusammenzubleiben.”8
“Eine ziemlich beschäftigte Melodie”, sagte Faulmann.
“Man könnte sie zusammen singen”, sagte Liora.
Dachsbert sah misstrauisch auf.
“Was heißt zusammen?”
“Deutsch, französisch, englisch. Vielleicht ein Stück Rose. Ein Quodlibet. Keine Vorführung. Eher eine Waldprobe. Jede Stimme trägt eine andere Erinnerung derselben Melodie.”9
“International”, sagte Faulmann.
“Unübersichtlich”, sagte Dachsbert.
“Also international”, sagte Mummrich.
Ein Eichelhäher landete auf einem Ast über ihnen und machte ein Geräusch, das nicht Zustimmung bedeutete, aber auch nicht das Gegenteil. Bei Eichelhähern war das oft die genaueste Form von Teilnahme.
Die Krähen rückten auf der Fichte näher zusammen.
“Ich übernehme nicht Rose”, sagte Dachsbert.
“Niemand hat dich gebeten”, sagte Liora.
“Ich wollte nur frühzeitig klare Verhältnisse schaffen.”
Faulmann pfiff den Anfang.
Dachsbert fiel sofort wieder mit dem alten Protesttext ein, diesmal etwas leiser, aber immer noch mit jener Inbrunst, die irgendwo zwischen Bauzaun und schlechtem Vollkornbrot wohnte.
Liora setzte den Morgenwind dagegen, hell und ruhig.
Mummrich suchte die englische Hungerzeile, fand sie beim zweiten Versuch und war darüber sichtbar erleichtert.
Der Eichelhäher warf eine schräge, glänzende Stimme darüber. Die Krähen kamen einen Takt zu spät, aber mit großem Ernst. Es klang, als hätten sie die Molltonart erfunden und seien enttäuscht, dass andere sie auch benutzten.
Für einen Moment war es kein Lied mehr aus einer Zeit.
Es war ein kleines Durcheinander aus Hunger, Ernte, Rose, Regen, Widerstand und Wind. Nicht schön im üblichen Sinn. Eher brauchbar. Wie ein alter Wagen, der noch einmal anrollt, obwohl niemand ihm das ganz zugetraut hätte.
Dann verstummten sie.
Der Wald hörte noch ein wenig weiter.
Dachsbert sah auf seine Zettel. Auf einem stand “Rauch”. Auf einem stand “Windrichtung”. Auf einem stand nur “hm”.
“Man sollte”, sagte er, “die Vögel beim nächsten Mal vorher einweisen.”
“Nein”, sagte Liora.
Faulmann setzte die Mütze wieder auf.
Irgendwo jenseits des Bergkamms war der Rauch noch nicht ganz verschwunden. Aber für einen Augenblick hatte er Gegenwind bekommen.
Faulmann und die Hasen-Kannon

Sie waren nicht zum ersten Mal dort.
Das machte den Besuch leichter. Beim ersten Mal hatte Faulmann noch das Gefühl gehabt, sich im Museum für Ostasiatische Kunst ordentlich benehmen zu müssen, als könne irgendwo zwischen Keramik, Tusche und stillen Vitrinen ein kleines Schild auftauchen: “Bitte nicht zu deutlich denken.”
Beim zweiten Mal trafen sie sich einfach auf einen Kaffee.
Liora war schon da, als Faulmann kam. Sie saß im Lichthof, eine Tasse vor sich, den Blick auf den japanischen Garten gerichtet. Der Garten tat, was japanische Gärten in Museen tun: Er war still, ohne beleidigt zu wirken, und bestand aus wenigen Dingen, die offensichtlich genug waren, um übersehen zu werden.
Steine. Pflanzen. Wasser. Zwischenräume.
Faulmann stellte seinen Kaffee ab und ließ sich in einen der Sitzsäcke sinken. Das gelang ihm mit jener Würde, die entsteht, wenn ein Bär beschlossen hat, für kurze Zeit ein Möbelproblem zu sein.
“Schön hier”, sagte er.
Liora nickte. “Ja.”
Eine Weile sagten sie nichts. Das war angenehm. Museen verlangen oft zu früh Sätze von einem. Als müsste jedes Bild sofort in Sprache umgetauscht werden, bevor es ungültig wird.
Faulmann sah hinüber zur Hasen-Kannon.
“Sie steht immer noch da”, sagte er.
“Das tun Skulpturen gelegentlich”, sagte Liora.
“Nein”, sagte Faulmann. “Ich meine: anders. Beim ersten Mal stand sie vor mir. Jetzt steht sie irgendwie mit im Raum.”
Liora sah ihn an. “Das ist eine ziemlich gute Beobachtung.”
Faulmann nahm einen Schluck Kaffee.
“Ich wollte eigentlich nur sagen, dass ich mich an sie gewöhnt habe.”
“Das ist nicht dasselbe”, sagte Liora. “An manche Dinge gewöhnt man sich nicht. Man hört nur auf, sich gegen sie zu verteidigen.”
Faulmann schwieg kurz. “Die Pfoten”, sagte er dann.
Liora lächelte kaum sichtbar. “Ja. Die Pfoten.”
“Nicht segnend.”
“Nein.”
“Nicht bittend.”
“Auch nicht ganz.”
“Eher, als würde sie etwas zusammenhalten.”
Liora stellte ihre Tasse ab. “Vielleicht hält sie genau das zusammen, was bei dieser Figur auseinanderfallen müsste.”
Faulmann drehte den Kopf zu ihr.
“Jetzt kommt der Teil, in dem du mehr weißt.”
“Ich fürchte ja”, sagte Liora. “Aber ich bemühe mich, nicht unangenehm zu werden.”
“Das wäre neu.”
“Für uns beide.”
Sie sah wieder zur Figur.
“Usagi heißt Hase. Kannon ist die japanische Form von Avalokiteshvara, dem Bodhisattva des Mitgefühls. Also steht da, sehr knapp gesagt, eine Hasenform des Mitgefühls.”
“Ein zuständiger Hase”, sagte Faulmann.
“Ein sehr zuständiger Hase”, sagte Liora. “Aber nicht niedlich. Oder jedenfalls nicht nur. Der Hase bringt vieles mit. Verletzlichkeit. Fruchtbarkeit. Fluchtbereitschaft. Wiederkehr. Und bei Ikemura, nach Fukushima, auch Versehrtheit.”
Faulmann sah zur Bronze hinüber. “Er sieht aus, als hätte er zu viel gehört.”
“Vielleicht ist das bei großen Ohren unvermeidlich”, sagte Liora. “Aber ja. Diese Figur hört nicht nur. Sie trägt etwas nach.”
Im Lichthof klirrte irgendwo eine Tasse. Ein Besucher ging sehr langsam an einer Vitrine vorbei, mit dem Gesichtsausdruck eines Menschen, der gerade versuchte, achthundert Jahre alte Keramik durch konzentriertes Nicken zu verstehen.
Faulmann mochte ihn sofort.
“Und dann kommt noch Maria dazu”, sagte Liora.
Faulmann sah sie vorsichtig an. “Maria?”
“Schutzmantelmadonna”, sagte Liora. “Eine Figur, unter deren Mantel man Zuflucht findet. In der europäischen Kunst gibt es diese Vorstellung sehr lange. Menschen stehen unter dem Mantel der Mutter, der Fürsprecherin, der Schützenden. Bei Ikemura wird dieser Mantel zu einem begehbaren Rock. Oder zu einer Höhle. Oder zu einem Schrein. Man sieht den Schutz nicht nur. Man kann unter ihn treten.”
Faulmann räusperte sich. “Das ist im Deutschen nicht ganz ungefährlich.”
“Nein”, sagte Liora. “Sobald man unter einem Rock steht, steht unsere Sprache daneben und grinst.”
“Rockzipfel”, sagte Faulmann.
“Genau.”
Liora nahm ihre Tasse wieder auf, trank aber nicht. “Das ist die europäische Peinlichkeit an der Sache. Schutz wird schnell als Abhängigkeit gelesen. Geborgenheit als Unmündigkeit. Trost als etwas, wofür man sich besser entschuldigt.”
Faulmann sah zur Hasen-Kannon.
“Und sie steht einfach da.”
“Ja”, sagte Liora. “Sie steht einfach da und macht aus dieser Peinlichkeit einen Raum.”
Das fand Faulmann sehr ordentlich formuliert. Er sagte es aber nicht, weil Liora bei zu viel Zustimmung manchmal aussah, als müsse sie ihre eigene Klugheit wieder einfangen.
“Und der Angsthase?”, fragte er.
Liora legte den Kopf leicht schief. “Das ist vielleicht die schönste deutsche Fehlleistung. Der Hase als Spottfigur der Angst. Aber hier wird daraus fast das Gegenteil. Diese Kannon schützt nicht, weil sie angstfrei wäre. Sie schützt, weil sie Angst kennt.”
Faulmann sah auf seine eigenen Pfoten.
“Also kein Denkmal gegen die Angst.”
“Nein.”
“Eher eines dafür, dass Angst einen Ort braucht.”
“Und nicht ausgelacht werden sollte”, sagte Liora.
Im Lichthof bewegte sich kaum etwas. Der Garten schwieg weiter in seiner höflichen Weise. Ein paar Blätter lagen so genau an der richtigen Stelle, dass man nicht wusste, ob sie gefallen oder arrangiert worden waren. Das ist bei japanischen Gärten manchmal die Grundfrage. Bei manchen Menschen übrigens auch.
Faulmann blickte wieder zur Figur.
“Im asiatischen Kontext wäre die Ironie anders, oder?”, fragte er.
“Ja”, sagte Liora. “Kannon ist ohnehin wandelbar. Sie kann viele Formen annehmen. Ein Hasenwesen ist dort vielleicht weniger absurd als für einen europäischen Museumsbesucher. Aber die Ambivalenz bleibt. Nur anders. Der Hase ist Mondtier, Opferwesen, Fruchtbarkeitssymbol. Und nach Fukushima wird auch diese Symbolik beschädigt. Dann erscheint Mitgefühl nicht rein und unversehrt. Sondern als verletzter Schutzkörper.”
Faulmann nickte langsam. “Also überall schwierig. Nur unterschiedlich schwierig.”
“Das ist meistens die beste Sorte schwierig”, sagte Liora.
Sie tranken ihren Kaffee aus. Danach blieben sie noch sitzen, weil niemand sie aufforderte, den Lichthof sinnvoller zu nutzen.
Faulmann dachte an die dunkle Öffnung im Körper der Figur. An diesen Raum unter ihr, der zugleich Mantel, Rock, Höhle und Zuflucht war. Man konnte hineingehen. Man konnte sich darunter stellen. Man konnte auch davor stehen bleiben und so tun, als sei man nur kunsthistorisch interessiert.
Das Museum ließ beides zu. Das war vielleicht seine Freundlichkeit.
“Man wird beim Anschauen ein bisschen erwischt”, sagte Faulmann.
“Wobei?”
“Dabei, Schutz zu brauchen.”
Liora sah ihn an. “Ja”, sagte sie. “Vielleicht ist das der unangenehme Teil.”
“Ich dachte, der unangenehme Teil sei der Sitzsack.”
“Der auch.”
Faulmann versuchte, sich würdevoll etwas aufzurichten. Der Sitzsack nahm das zur Kenntnis und blieb unbeeindruckt.
Später, zurück im Wald, sahen sie tatsächlich einen Hasen.
Er saß am Rand des Weges zwischen Farn und altem Laub. Die Ohren aufgerichtet, die Vorderpfoten dicht an den Körper gezogen. Er sah nicht feige aus. Nur sehr genau informiert über die Welt.
Faulmann blieb stehen. “Da ist sie wieder”, sagte er leise.
Liora antwortete nicht sofort.
Der Hase sah sie an. Dann verschwand er mit einem kleinen Satz im Unterholz, als habe er beschlossen, dass Mitgefühl gut sei, Abstand aber ebenfalls.
Faulmann sah ihm nach.
“Ein Angsthase”, sagte er.
“Vielleicht”, sagte Liora. “Aber einer mit sehr guten Gründen.”
Sie gingen weiter. Der Wald war nicht stiller als sonst, aber Faulmann hörte ihn anders. Vielleicht lag das an der Hasen-Kannon. Vielleicht am Kaffee. Vielleicht auch nur daran, dass manche Figuren nicht im Museum bleiben, wenn man nach Hause geht.
Eine stand nun irgendwo in ihm. Mit großen Ohren. Mit kleinen Pfoten. Und mit einem Raum darunter, in den man sich stellen konnte, ohne gleich erklären zu müssen, warum.
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